UDL oder Punktlast – Raketen-forschung oder Fake News?

Zu den häufigsten Fragen, die ich von meinen Kunden bekomme, zählt diese: „Was ist der Unterschied zwischen Punktlast und einheitlich verteilter Last (UDL)? Und warum spielt das eine Rolle?“ Einzelhändler haben Probleme mit diesen Fragen, weil ihre Endkunden behaupten, dass Wettbewerber Standard-Drahtgitterböden anbieten, die diese Punktlast aushalten, sofern sie robust genug sind.

Generell versuche ich, den Unterschied mit heftig gestikulierenden Händen am Telefon zu erklären. Unsere Vertriebsleiterin Kristin muss mich dann immer darauf hinweisen, dass die Leute mich am Telefon nicht sehen können ... es ist also wahrscheinlich höchste Zeit, dass ich diesen Text schreibe.

Gesetze der Physik

UDL entspricht einer statischen Belastung, die gleichmäßig über die gesamte Oberfläche des Drahtgitterbodens verteilt ist. Die Belastung bleibt somit auf der gesamten Länge des Trägers im Palettenregal gleich. Wenn jedoch eine Palette zwischen den Trägern und nicht über ihnen aufgestellt wird, dann ist diese Regel nicht mehr gültig.

Willkommen in der aufregenden Welt der Punktbelastung! Es gibt verschiedene Arten von Belastungen: Lineare Belastung, konzentrierte Belastung oder Punktbelastung. Wenn Sie den Unterschied wissen wollen, können Sie bei Google suchen, sonst wird dieser Blog-Beitrag insgesamt zu langweilig.

Ich konzentriere mich hier auf die Punktbelastung mit ungleichmäßiger Gewichtskonzentration im Gegensatz zu UDL. Darunter versteht man eine inkonsistente Gewichtsübertragung, wenn ein Teil der Kontaktfläche einem höheren Druck ausgesetzt ist als ein anderer. Dies kann von den Schienen der Palette oder den auf dem Drahtgitterboden abgelegten Waren abhängen, z. B. eine Rolle Papier. Das Gewicht ist an diesen Stellen hochkonzentriert und kann dazu führen, dass der Drahtgitterboden nachgibt, wodurch die Ware gefährlich kippen kann, weil sie nicht gut genug aufliegt.

Wir machen Sie zu einem Experten

Wie lösen Sie dieses Problem? Richtig gestaltete Drahtgitterböden kompensieren die ungleichmäßig verteilte Last. Die Anordnung der tragenden Flacheisen, die Hinzufügung von zusätzlichen Flacheisen und die Stärke des Drahtes können die punktuelle Belastung ausgleichen. Aber dazu sind sorgfältige Berechnungen nötig. Man könnte sich fragen: „Das klingt ja ziemlich kompliziert, brauche ich etwa ein paar Ingenieure, die mir dabei helfen können?“ Nein, Tatsache ist, dass wir zur Vereinfachung Ihres täglichen Lebens die Punktbelastung in verschiedene Szenarien aufgeteilt haben, etwa Paletten teilweise auf den Trägern, Paletten mit zwei Schienen, Kartons ... und dabei handelt es sich absolut nicht um Raketenwissenschaft! Sie wählen einfach Optionen aus, und das System berechnet, ob es möglich ist, einen Drahtgitterboden für die jeweilige Last zu erstellen.

Birnen und Äpfel

Beim Umgang mit Punktbelastungen muss zunächst berechnet werden, ob es möglich ist, einen entsprechenden Fachboden zu erstellen. Dazu muss man den Preis für Gitterroste vergleichen, und nicht mehr mit den Drahtgitterböden eines Standardmodells. Gitterroste zählen zu den leistungsstärksten Optionen. Sie können so hergestellt werden, dass sie fast alle Anforderungen erfüllen. Sie widerstehen einer Punktbelastung sehr gut und können sich durch eine sehr hohe Tragfähigkeit auszeichnen. Aber Gitterroste gehören auch zu den teuersten Optionen. Daher ist es wichtig, die entsprechenden Preise zu vergleichen, Äpfel sind Äpfel, Birnen sind Birnen.

Verlockende Manipulationen?

Es ist nicht wirklich überraschend, dass die Definition von UDL im Allgemeinen und die Punktbelastung im Besonderen so heiße Diskussionsthemen sind. Überall in der Materialwirtschaftsbranche lebt der Markt vom Wettbewerb. Der Preis ist oft ein entscheidender Faktor bei der Entscheidung über eine Bestellung. Und wie kann man die Kosten eines Fachbodens besser senken, als auf etwas Material zu verzichten? Der Endkunde bekommt wirklich das, wofür er bezahlt hat, wenn er einen Drahtgitterboden kauft.

Daher ist die Einführung von ANSI als Sicherheitsstandard so wichtig. So kann man die Produkte besser miteinander vergleichen. Aber der doppelte Sicherheitsfaktor zur Verhinderung von Verformungen (Bruchgrenze), der im ANSI-Standard berücksichtigt wird, macht es leider verlockend, die Regeln ein wenig großzügiger auszulegen.

Die Gesetze der Physik können nicht geändert werden, und sie bestimmen die Nennkapazität, die ein bestimmter Fachboden bei Belastung aufweist. In einigen Fällen können Menschen, die keine Ahnung von Punktbelastungen haben, beim Kauf von Standardfachböden Glück haben. Leider erhalten wir in anderen Fällen häufig Bilder von verbogenen oder schlimmstenfalls zusammengebrochenen Drahtgitterböden – mit der inständigen Bitte, das Problem zu lösen. Die Frage ist also: Sind Sie bereit, das Risiko einzugehen, setzen Sie sogar die Sicherheit aufs Spiel und bezeichnen all diese Informationen als Fake News?

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