Autor: 
Mikael Axelsson
  • 2020-05-29
  • 9 MIN LESEN
2020-05-29
9 MIN LESEN

Deshalb hat sich Garantell für Geoenergie entschieden

Der Klimawandel prägt unsere weitere Geschichte, daran besteht kein Zweifel. Wir alle müssen etwas dafür tun, die Belastung unseres Planeten zu verringern. Für ein einzelnes Unternehmen erscheint es schwierig, Möglichkeiten zu finden, wirklich etwas zu bewegen.

Aber direkt unter unseren Füßen, im Erdreich, gibt es alles, was wir brauchen, um unsere Gebäude und/oder Prozesse zu beheizen oder zu kühlen. Diese Energieform nennt sich Geoenergie: Die Sonnenwärme wird im Erdboden gespeichert, und wir können sie nutzen. Das Beste daran: Geoenergie ist erneuerbar und vollständig kohlenstofffrei und damit umweltfreundliche Energie.

Die Funktionsweise von Geoenergie

Geoenergie, häufiger als Geothermie bezeichnet, ist erneuerbare Sonnenenergie, die im Boden gespeichert wird.

Hierbei nimmt eine Wärmepumpe die geringe Energie, die im Untergrund gespeichert ist, auf und verstärkt sie mithilfe von Kompressoren und Wärmetauschern.

Eine Erdwärmepumpe arbeitet nach demselben Prinzip wie ein Kühlschrank. Während hierbei die Wärme aus dem Schrank in die umgebende Raumluft abgegeben wird, fördert die Wärmepumpe die Wärme aus dem Erdboden in das wasserbasierte Heizsystem eines Gebäudes.

Kühl das ganze Jahr über

Zur Gewinnung von Erdwärme werden tiefe Erdbohrungen vorgenommen. Anschließend werden Kollektorschleifen verlegt. Sie enthalten ein Kältemittel, dass die Wärme zur Wärmepumpe fördert. Diese Flüssigkeit hält eine Temperatur von rund 0°C im Frühling, die bis zum Herbst auf höchstens 6°C ansteigt.

Die Flüssigkeit ist also das ganze Jahr über kühl, was auch zur Kühlung ausgenutzt werden kann. Die Kollektorflüssigkeit kann nicht nur zur Wärmepumpe, sondern auch an eine Kühlanlage gefördert werden. Durch die Kältegewinnung aus dem Untergrund im Sommer steigt hier die Temperatur, was wiederum für einen höheren Wirkungsgrad der Erdwärmepumpe während der Heizsaison im Winter sorgt.

Die Fertigung bei Garantell

Das sogenannte Punktschweißen, eine Form des Widerstandsschweißens, das zum Verschweißen von Blechen und Drähten verwendet wird, spielt in der Fertigung von Garantell eine große Rolle. Zwei Elektroden, in der Regel aus Kupfer, drücken Bleche und Drähte zusammen, wobei Strom durch sie hindurchfließt. Hierdurch schmilzt das Material in einem Punkt zusammen. Bei diesem Prozess entsteht viel Wärme in den Elektroden, Stromleitern und Transformatoren. Diese Wärme muss dann abgeleitet werden.

Kühlung gratis aus dem Erdreich

Die Wärme wird über die Kanäle in den Schweißgeräten, in denen das Kühlmittel zirkuliert, abgeleitet. Diese Flüssigkeit wird dann durch eine 1,2 km lange Leitung (12 Bohrungen x 200 m) in den Untergrund geleitet. Im Sommer werden neben den Schweißgeräten auch die Produktionsräume mithilfe einer Kühlbatterie in der Lüftung gekühlt. Auch diese Kühlung stammt aus dem Erdreich. Die einzige Energie, die zugeführt werden muss, ist der Strom für die Umwälzpumpen, die das Kältemittel umwälzen.

Früher wurden sehr energieintensive Elektrokühlanlagen eingesetzt.

Viermal mehr Energie

Im Winter werden die Produktionsanlagen und große Teile des Lagers mit großen Wärmepumpen beheizt, die ebenfalls mit dem Erdboden verbunden sind. Hierbei nutzen wir stattdessen die Wärme aus der gespeicherten Sonnenenergie und die im Kältemittel gespeicherte Energie. Die Wärmepumpen liefern etwa viermal mehr Energie als die Energie, die wir durch Strom zuführen, ein wirklicher Klimavorteil.

Wir beziehen nur 100 % erneuerbaren Strom (Wasser- und Windkraft).

Garantell bewegt etwas

Dies ist eine Möglichkeit für uns, etwas zu bewegen und die Belastung unseres Planeten zu verringern. Denn Strom, der nie erzeugt wurde, ist der Umweltfreundlichste. Daher ist es ein wichtiger Schritt für die Umwelt, Strom zu sparen, das heißt, die wertvolle Energie möglichst optimal auszunutzen.

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